01 · Warum STOPERA!

Die szenischen Formen verändern sich.

Die Grenzen zwischen Musik, Theater, Bild, Technologie, Forschung und Performance verwischen zugunsten neuer Schreibweisen, die unsere Art, die Welt zu erzählen, neu befragen. In diesem Kontext ist STOPERA! entstanden.

STOPERA! versammelt Künstler·innen, Forschende, Institutionen und Publikum um eine gemeinsame Frage: welche szenischen Formen für das 21. Jahrhundert?

STOPERA! ist eine unabhängige Plattform für Forschung und Kreation, den neuen Schreibweisen der zeitgenössischen Musikbühne gewidmet.

Unser Anspruch: die Art zu verwandeln, wie Oper und Musiktheater gedacht, hergestellt und weitergegeben werden.

STOPERA! produziert Werke, begleitet Künstler·innen, entwickelt Labore der künstlerischen Forschung und baut dauerhafte Kooperationen zwischen Institutionen, Forschenden, Interpret·innen und Publikum auf.

Es ist ein Raum, in dem Werke über lange Zeit wachsen, die Disziplinen kreuzen und neue Arbeitsweisen erproben. Eine Oper kann dort aus einem Gespräch mit einer Romanautorin entstehen, aus einem tschechischen Roman von 1936 oder aus einem Film Pasolinis — und sich dann über mehrere Spielzeiten aufbauen, zwischen einem nationalen Zentrum für Musikschöpfung, einem Opernhaus und einem Festival.

Im Zentrum dieses Ansatzes steht eine Überzeugung: die großen Umwälzungen unserer Zeit — technologische, ökologische, soziale — verlangen nach neuen Formen der Verkörperung. Sie durchziehen jedes Werk, das wir tragen, gleich welches Thema, welche Form oder welchen Ursprung es hat. Musik, Stimme, Körper, Text, Raum, Bild und Technologien sind darin keine getrennten Disziplinen, sondern Bestandteile ein und derselben lebendigen Schreibweise.

Um Sebastian Rivas versammelt sich ein Netzwerk aus Künstler·innen, Interpret·innen, Autor·innen, Forschenden und Produzent·innen, in Weggefährtenschaft mit Institutionen, die diese Forschung teilen — Opernhäuser, Zentren für Musikschöpfung, Festivals.

Durch seine Werke, sein Labor LIPS, seine Residenzen und seine Arbeit der Weitergabe trägt STOPERA! zur Erneuerung der zeitgenössischen szenischen Schreibweisen bei und schafft Räume für Forschung und Austausch zwischen Künstler·innen, Forschenden, Institutionen und Publikum.